Portrait

Frisch vom Blech“ – diese drei Worte könnten als Überschrift eines Kochbuches für Süßes und Herzhaftes stehen. Freunde der Blasmusik wissen jedoch, dass es sich hierbei nicht etwa um den Namen einer Konditorei oder eines Pizzaservice handelt, sondern um die Buchenberger Live-Band „Frisch vom Blech“.

Seit über 15 Jahren gibt es diese Band in einer der wahrscheinlich kleinsten Blasmusik-Formationen.

Der eigentliche Geburtsort der Musikgruppe ist die Stadt Lugano in der italienischen Schweiz, wo im Jahr 2002 die Musikkapelle Buchenberg ihren Vereinsausflug verbrachte.

Dort fanden sich auf einem Weinfest, direkt am Luganer See, die vier spielfreudigen Musikanten Butz Heckelsmüller, Franz Hörmann, Helmut Hiemer und Volker „Schmidi“ Schmidt zu einer spontanen Musik-Einlage zusammen. Schnell konnten die Musiker mit einigen improvisierten Hits das Publikum für sich gewinnen und die Stimmung im Zelt richtig aufheizen.

Aus dieser Laune heraus kam den Musikanten die Idee, mit dieser Besetzung die Musikkapelle Buchenberg beim Silvesterblasen zu unterstützen. Gesagt, getan. Nach nur wenigen Wochen intensiver Probearbeit für diese Herausforderung entstand ein Repertoire mit dafür großteils handgeschriebenen Noten. Im Anschluss des ersten Silvesterblastags spielte die Gruppe dann am Abend ihren ersten offiziellen Auftritt auf einer großen Geburtstagsfeier im vollbesetzten Pfarrsaal. Anfangs unvorstellbar und oftmals belächelt, mit dieser außergewöhnlichen Musik-Combo „Trompete-Saxophon-Basstuba-Schlagwerk“ einen ganzen Abend zu unterhalten, wurden die Musikanten durch das Lob und den Applaus des begeisterten Publikums zum Weitermachen motiviert.

Bald folgte das nächste Engagement bei einem Gartenfest im Münchner Stadtteil „Grünwald“, kurz darauf viele weitere Auftritte u. a. Grillfeste, Hochzeiten mit Brautstehlen, Viehscheide, Dorffeste, Frühschoppen und Bockbierfeste im Kemptener „Stift“. Auf der „Allgäuer Festwoche“ konnte die Musik ihren Bekanntheitsgrad erhöhen und hat sich inzwischen auch weit über die Grenzen des Allgäus hinaus Beliebtheit und Namen erspielt. So konnten sich die Musikanten auf Veranstaltungen wie dem Waldbesitzertag in Augsburg, den Edelweißabenden der DAV-Sektion Mindelheim, sowie vielen Auslands-Auftritten in Frankreich, in der Schweiz und im Kleinwalsertal/Vorarlberg große Erfolge verbuchen.

Sicherlich gilt auch der Besuch auf einem großen Schützenfest in Harpstedt/Niedersachsen als Highlight, auf dem die 4-Mann-Kapelle einen kompletten Schützen-Umzug mitmarschierte und im Anschluss die Gäste der Nachfeier in Hochstimmung versetzte. Auch der Abstecher zur nahegelegenen Stadt Bremen, wo die Allgäuer in den engen Gassen des historischen „Schnoor“ und auf einem der Torfstecher-Kähne ihre Musik darboten, bleibt gewiss vielen Einheimischen in guter Erinnerung.                                                                                                            Weiterer Höhepunkt eines jeden Musikjahres war das Hüttenkränzle der Mindelheimer Hütte, das alljährlich am zweiten Oktoberwochenende stattfand. Schon des Öfteren wurde die Gruppe dort vom Bayerischen Fernsehen gefilmt.

Mittlerweile erfreut sich die Kapelle auch in Blasmusikkreisen großer Beliebtheit und hat sich nun zu einer beispiellosen Partyband weiterentwickelt. Sowohl durch ihr vielfältiges und stimmungsvolles, teils mit Eigenkompositionen gespicktes Repertoire, als auch der unterhaltsam-humorvollen Moderation des jetzigen Sängers und Schlagzeugers Georg Maier, reißen die vier Musikanten das Publikum mit.

Inzwischen wurde sogar die musikalische Vielfalt der Gruppe durch drei Alphörner erweitert. Die Alphornbläser Franz, Butz und Schmidi bieten mit ihren hölzernen Instrumenten dem Publikum zwischendurch ein ganz besonderes Ständchen dar.

Seit einiger Zeit versucht sich auch „Allrounder“ Schmidi mit Erfolg am schottischen Dudelsack. Die Klänge aus den nordischen Highlands sind nun fester Bestandteil des Repertoirs der Musikgruppe „Frisch vom Blech“.

Zwar hat sich die Band durch ihre verstärkende Funk-Beschallung und den bunten Lichteffekten technisch aufgerüstet, unterscheidet sich aber dennoch von den meisten anderen Tanzmusikgruppen, die ihren Sound durch teils Playback und vorprogrammierten Karaoke-Effekten aufbessern. Jeder Ton wird live gespielt, was der Kapelle einen  unverkennbaren fetzigen Klang verleiht.

Wie übrigens der Name „Frisch vom Blech“ zustande kam, lässt sich einfach nur so interpretieren, dass die vier Musikanten mit ihren blechernen Instrumenten ihre ofenfrische Live-Musik spielen – überzeugen Sie sich selbst!

Achtung_Musikanten